Mundhygiene

Der „Spülgefährte“ für gesundes Zahnfleisch

Man steht frühmorgens im Badezimmer, putzt sich die Zähne. Beim Spülen ein Schreck: denn das, was man da in den Ausguss spuckt, ist rot gefärbt!

Rote Bissspuren am Apfel, oder im Zahnpasta-Schaum – passiert das einmalig, hat man eventuell zu fest die Beisserchen geschrubbt. Auch zu harte Borsten der Zahnbürste, die das sensible Zahnfleisch verletzt haben, können daran schuld sein. Dauert die Blutung jedoch über ein paar Tage an, und stellen sich zusätzlich Schmerzen ein, liegt die Ursache vermutlich woanders. Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) äußert sich durch Blutungen beim Zähneputzen, Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit, oft zählt auch Mundgeruch zu den ersten Signalen.

Schutz vor Infektionen

Das Zahnfleisch leistet für unsere Gesundheit große Dienste. In der Mundhöhle verborgen bemerken wir diesen wichtigen Teil der Mundschleimhaut jedoch zumeist erst, wenn etwas nicht stimmt. Darum: Spiegel raus und Mund auf. Zu sehen ist dann, dass das Zahnfleisch die Zähne vom Kieferknochen bis hin zu den Zahnkronen überzieht. Es sorgt dafür, dass die Zähne fest im Mund verankert sind und es schützt den Kiefer und die Zahnwurzeln vor bakteriellen Infektionen und dem Eindringen von Fremdkörpern.

Mundflora in Balance

Wie im Darm, oder auf unserer Haut auch ist ebenfalls die Mundhöhle von Bakterien besiedelt. Über 1000 verschiedene Bakterienarten, die sich auf unterschiedliche Bereiche der Mundhöhle spezialisiert haben, leben in diesem Biotop, genannt Mikrobiom. Die einen auf der Zunge, die anderen in der Mundschleimhaut oder auf der Zahnoberfläche.Die Gesamtheit aller Bakterien im Mund wird als Mundflora bezeichnet. Wie überall gibt es unter diesen Bakterien Bösewichte und Superhelden. Wenn die Guten dominieren, dann halten sie die Schlechten in Schach. Ob diese eine Krankheit auslösen, hängt also auch davon ab, ob sich die Mundflora insgesamt im Gleichgewicht befindet. Die besten Maßnahmen, damit diese in Balance bleibt:

Putzt euch, ihr Bakterien –
Vorbeugung durch richtige Mundhygiene!

*„Smart“ Zähneputzen

Mit harter Bürste schrubben? Besser nicht! Selbst wenn das Zahnfleisch blutet, sollte es mit einer weichen Bürste sanft massiert werden, um die Bakterien zu bekämpfen. Beim Zähneputzen von Rot nach Weiß (vom Zahnfleisch Richtung Zahn), sanft kreisend bürsten. Auch bei elektrischen Zahnbürsten nicht zu stark aufdrücken, das Zahnfleisch nur ganz sanft massieren.

* Zahnseide verwenden

Zusätzlich zum Zähneputzen verhindert eine sorgfältige Reinigung der Zahnzwischenräume Entzündungen. Hilfreich sind dabei Zahnseide und Interdentalbürstchen für das Zahnfleisch im Bereich von Zahnbrücken oder Kronen.

* Spülend Infektionen vorbeugen

Im Anschluss an die Reinigung können spezielle antibakterielle Mundspülungen, wie das Betadona® Mund-Antiseptikum, helfen, das gesunde Gleichgewicht in der Mundflora aufrecht zu erhalten, und Mund und Rachen zu desinfizieren.

* Stopp zu Süßzeug und Rauchen

Lieber auf süße und vor allem auch stark säurehaltige Nahrung (z.B. Orangen, trockener Weißwein…) verzichten, diese greift den Zahnschmelz an. Und: auch Rauchen führt dazu, dass sich ein Bakterienbelag bilden kann.

Die Plage mit der Plaque

Kippt das natürliche „Ökosystem“ im Mund, etwa, weil man über eine längere Periode zu viel Zuckerhaltiges nascht, können Probleme auftreten. Die Keime im Mund ernähren sich nämlich von den Speiseresten aus unserer Nahrung und bilden unter anderem auf der Zahnoberfläche und am Übergang von Zahn zu Zahnfleisch einen sogenannten Biofilm. In dieser gelartigen Matrix sind die Keime gut gegen äußere Einflüsse abgeschirmt. Ist die natürliche Balance im Mund gestört, können sich diese „Bösewichter“ unbemerkt und rasch vermehren, binnen 24 Stunden entsteht dann Zahnbelag, auch Plaque genannt. In Kombination mit mangelnder Mundhygiene, etwa weil man öfters aufs Zähneputzen „vergisst“ oder die Kauleiste nur oberflächlich reinigt, öffnet das Infektionen Tür und Tor.

Behandlung unverzichtbar

Die mögliche Folge: Eine Zahnfleischentzündung, also die akute oder chronische Infektion des Zahnfleisches. Sie wird meist wie beschrieben durch Bakterien, seltener auch durch Viren oder Pilze verursacht. Geht die Zahnfleischentzündung in eine Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats über, dann entsteht eine Parodontitis. Eine bakterielle Entzündung, die unbehandelt zum Zahnausfall führt, oder im schlimmsten Fall die Kieferknochen angreifen kann.

Zahnfleischentzündung wirksam behandeln:

• Hier kann ein medizinisches Mundwasser helfen, zum Beispiel Betadona® Mund-Antiseptikum, das nicht nur vorbeugend antibakteriell wirkt, sondern auch dann eingesetzt werden kann, wenn das Zahnfleisch bereits Probleme macht. Betadona® Mund-Antiseptikum hilft bei Entzündungen durch Bakterien, Viren oder Pilze und desinfiziert den Mund,- und Rachenraum. Plus: Es wirkt geruchshemmend und gibt so „spülend“ wieder ein selbstsicheres Gefühl und Wohlbefinden zurück.
• Tipp bei Entzündungen durch aggressive Bakterien, die immer wieder auftreten: Lokalantibiotika, die man als Gel oder Salbe direkt auf entzündetes Zahnfleisch aufträgt. Ein Teststäbchen kann anzeigen, ob der pH-Wert des Speichels erhöht ist.
• Auch Probiotika mit förderlichen Bakterienkulturen sind in diversen Darreichungsformen, zum Beispiel als Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform, erhältlich.
• Ist das Zahnfleisch stark angegriffen oder haben sich Zahnfleischtaschen gebildet, dann heißt es: ab zum/zur Zahnarzt/Zahnärztin. Diese/r wird über die richtige Therapie entscheiden.

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