Wunden

Erste Hilfe bei Verbrühungen

Was ist jetzt zu tun?

Zu den häufigsten Verletzungen, die im Haushalt geschehen, gehören mehr oder weniger starke Verbrühungen. In etwa der Hälfte der Fälle sind Kinder betroffen. Täglich verbrennen oder verbrühen sich zehn Kinder in Österreich. Jährlich werden in Deutschland über 55.000 Kinder aufgrund von Verbrühungen oder Verbrennungen in Krankenhäusern behandelt. Häufig ist nur ein kleiner Moment der Unachtsamkeit ausschlaggebend.

Gefahren erkennen

Vor allem beim gemeinsamen Kochen ist es wichtig, immer ein Auge auf Kinder zu haben. Ein Topf mit kochendem Inhalt ist schnell vom Herd gezogen und auch auf die Arbeitsplatte zu klettern, stellt für die meisten Kinder keine besonders große Herausforderung dar. Gefäße mit heißen Flüssigkeiten sollten daher, wenn möglich, immer so positioniert werden, dass kleine Kinder nicht nach ihnen greifen können. Eine heiße Kanne mit Kaffee oder Tee sollte beispielsweise niemals am Rand, sondern lieber in der Mitte des Tisches hingestellt werden. Achten Sie zudem darauf, dass sich keine Kinder in der Nähe befinden, wenn Sie beispielsweise Nudeln abgießen oder den Backofen öffnen, um zu schauen, ob das Gericht schon fertig ist. Heißer Dampf wird häufig als Ursache von Verbrühungen unterschätzt.

Wann sollte man zum Arzt?

Die menschliche Haut besteht aus drei Schichten: der Ober-, Leder- sowie Unterhaut. Dementsprechend wird bei Verbrühungen auch in drei Schweregraden unterschieden. Bei Verbrühungen ersten Grades handelt es sich eher um oberflächliche Verletzungen, bei denen sich die Haut rötet oder anschwillt. Bei Verbrennungen zweiten Grades bilden sich bereits Bläschen und es sind auch tiefere Hautschichten betroffen. Bei Verbrühungen dritten Grades werden zusätzlich die Nerven geschädigt. Man erkennt sie an der weißlichen Farbe der Wunde. In solchen Fällen muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Besondere Heimtücke

Im Gegensatz zu Verbrennungen werden Verbrühungen durch Flüssigkeiten und Dämpfe verursacht. Dabei reichen bereits weniger als 100°C aus, um schlimme Schäden anzurichten. Vor allem bei Kindern ist die Haut noch relativ dünn und kann bereits bei etwa 50°C schwer beschädigt werden. Zusätzlich kommt erschwerend hinzu, dass Flüssigkeiten, im Gegensatz zu trockener Hitze, den Körper entlang fließen und Verbrühungen sich so ausweiten können.

Die erste Reaktion

Trotz aller Vorsicht und Vernunft im Umgang mit heißen Flüssigkeiten oder Dämpfen kann es dennoch vorkommen, dass es zu einer Verletzung kommt. Dann gilt es, Ruhe zu bewahren und einige wichtige Dinge zu beachten. Als erste Reaktion auf eine Verbrühung ist es wichtig, die Hitzequelle zu beseitigen. Trocknen Sie vorsichtig die Stellen, die von der heißen Flüssigkeit betroffen sind und entfernen Sie vor allem feuchte Kleidung, um den Verbrühungsprozess zu unterbinden. Kühlen Sie die betroffene Stelle anschließend mit lauwarmem Wasser. Da extreme Kälte die Durchblutung fördert, ist auf eiskalte Kühlmittel zu verzichten. Diese würden weitere Schmerzen und kältebedingte Folgeschäden verursachen.

Wund-Gel beschleunigt den Heilungsprozess

Muss aufgrund der Schwere der Verbrühung ein Arzt aufgesucht werden, decken Sie die Wunde am besten mit einer sterilen Kompresse ab. Fassen Sie auf keinen Fall in die Wunde, um Verunreinigungen zu verhindern. Wenn es sich um eine leichtere Verbrühung handelt, die man gut selbst behandeln kann, so empfehlen sich Cremes und Salben, wie das Betadona® Wund-Gel zur Wundheilung. Tragen Sie das Gel vorsichtig auf die Wunde auf und verdecken Sie diese mit einer sterilen Kompresse. Ein Verband sollte jedoch nicht zu fest angebracht werden, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen. Alternativ kann auch der Betadona® Wund-Spray genutzt werden. So vermeiden Sie einen direkten Kontakt mit der Wunde. Diese Art von Sprays und Salben helfen bei der Wundheilung, da die Wunde nicht verkrustet und ein besserer Zellfluss zu einer schnelleren Regeneration beiträgt.

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