Wunden

Behandlung von Bisswunden – darauf sollten Sie achten

Egal, ob kleiner oder großer Vierbeiner – mit Bisswunden ist nicht zu spaßen.

Outdoor-Aktivitäten, wie beispielsweise Wandern, eignen sich gut, um den Kopf frei zu bekommen. Ebenso sind sie eine gute Möglichkeit, um auch mit dem Hund etwas zu unternehmen. Manchen Leuten ist eine Begegnung mit Hunden jedoch nicht geheuer. Aufgrund von fehlerhaften Verhalten von Besitzern und Passanten kann es zu Bissen kommen. Aber nicht nur Hunde können dem Wandervergnügen ein jähes Ende bereiten. Auch Schlangenbisse müssen sofort versorgt werden – wir erklären Ihnen wie.

Ursachen von Hundebissen

Nicht nur bei aggressiven Hunden ist es möglich, dass diese zubeißen. Auch ruhige und zahme Hunde können Bisse verursachen, wenn sie sich erschrecken oder zum Beispiel aus Versehen falsch verstanden oder behandelt werden. Egal, ob kleiner oder großer Vierbeiner – mit Hundebissen ist nicht zu spaßen, denn sie können schwere Verletzungen nach sich ziehen. Ebenso können durch den Speichel des Hundes Krankheitserreger übertragen werden. Dies führt oftmals zu Infektionen.

Hundebisse behandeln

Aufgrund des hohen Infektionsrisikos sollte auch bei kleineren Bisswunden ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann die Schwere der Verletzung feststellen. Bei kleinen Wunden werden diese sowohl desinfiziert als auch verbunden und können normalerweise ohne Naht ausheilen. Vorbeugend sollen silberhaltige Wundauflagen einer Infektion entgegenwirken.

Während kleine Bisswunden meist ohne Komplikationen abheilen, sind bei schwereren Verletzungen oftmals ein Nähen der Wunde oder gar operative Eingriffe notwendig, um die Wunde fachgerecht zu versorgen. In einigen Fällen ist die Einnahme von Antibiotika notwendig. Dies ist vor allem bei tiefen und stichartigen Wunden ratsam. Neben den bereits erwähnten möglichen Infektionen ist außerdem auf die Gefahr einer Übertragung von Tollwut (Rabies) zu achten.

Zur Nachsorge können auf die betroffenen Stellen desinfizierende und wundheilende Präparate, wie das Betadona® Wund-Gel oder das Betadona® Wund- Spray, aufgetragen werden. Sie wirken umfassend keimtötend und sind wirksam gegen Bakterien, Pilze, Sporen und Viren. Diese sind mit iodhalten Inhaltsstoffen für Haut, Wunden und Schleimhäute gut verträglich.

Gründe für Schlangenbisse

Obwohl Schlangen in der österreichischen Natur nicht unüblich sind, verhalten sie sich meist scheu. Deshalb ist die Überraschung, eine Schlange zu sehen oft groß. Die meisten heimischen Schlangenarten, wie Ringelnatter, Würfelnatter, oder Äskulapnatter, sind ungefährlich. Es gibt jedoch ein paar giftige Schlangen, von denen Sie sich besser fernhalten. Dazu zählen die Kreuzotter, die Sandotter und die Aspisviper.

Grundsätzlich sind Schlangen nicht aggressiv und ziehen sich eher zurück, anstatt ihr Gift zu verschwenden. Wie so oft beißen auch Schlangen nur, wenn sie sich bedroht und eingeengt fühlen oder überrascht werden.

Erste Hilfe bei Schlangenbissen

Prinzipiell sind heimische Schlangenarten nicht lebensbedrohlich giftig. Selbst wenn giftige Schlange zubeißen, sind etwa die Hälfte trockene Bisse, also giftleer. Schlangenbisse sind jedoch sehr schmerzhaft. Als ersten Schritt sollten Sie die Gefahrenzone verlassen und einen Notruf absetzen. Die Wunde sollte steril abgedeckt und verbunden werden. Sind Extremitäten, wie z.B. Arme, betroffen, lassen Sie diese locker hängen. Wichtig ist ebenso, sich so wenig wie möglich zu bewegen, um die Ausbreitung des Gifts im Körper zu verlangsamen. Zusätzlich sollten Sie – wenn dies ohne weitere Gefahr möglich ist – sich das Schlangenmuster gut einprägen oder ein Foto von der Schlange machen.

Oftmals wird bei Schlangenbissen versucht, die Wunde auszusaugen. Das und andere Manipulationen an der Wunde, wie anschneiden der Bissverletzung, sollten Sie jedoch auf jeden Fall unterlassen. Sollten Sie ein „Snake-Bite-Kit“ mitführen, können Sie dieses verwenden. Auch das Abbinden von betroffenen Extremitäten ist nicht zielführend. Abgesehen von zusätzlich hervorgerufenen Schmerzen kann sich das Gift beim anschließenden Wiederöffnen der abgebundenen Stelle noch rascher im Körper ausbreiten.

Auch bei ungiftigen Schlangenbissen sollten Sie in jedem Fall sofort einen Arzt aufsuchen, um die Bisswunde behandeln zu lassen. Wichtig ist auch hier Ruhe zu bewahren.

Für den Fall der Fälle sollten Sie sich für Wandertouren in alpinen Gegenden die Notrufnummer der Bergrettung merken oder ins Handy einspeichern, um rasch Hilfe holen zu können.

Notrufnummern
Bergrettung: 140
Rettung: 144

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