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7 Faktoren, die deinen Intimgeruch verändern

Plötzlich riechst Du „untenrum“ anders als gewöhnt? Keine Panik. Welche Faktoren den Geruch deiner Vagina verändern, woran man krankhafte Veränderungen erkennt – und wie man die sensible Vaginalflora wieder in Balance bringt.

Ob Stress, Ernährung, Sport oder Sex: deine Vaginalflora reagiert sofort, wenn sich irgendwas an deinem Lebensstil verändert. Das beeinflusst natürlich auch den Geruch. Laut einer Studie gibt es 2.100 (!) verschiedene „olfaktorische Einflüsse“ (also: Geruchsmoleküle), aus denen sich der Geruch einer Vagina zusammensetzt. Die Vaginalflora soll den „sauren“ pH-Wert bei ungefähr 3,8 bis 4,4 halten – normal ist also, dass deine Vagina einen leicht säuerlichen Geruch hat.

Wie du „da unten“ riechst, ist aber auch eine höchstpersönliche Sache, vergleichbar mit einem unverwechselbaren Fingerabdruck. Deine Vagina hat ebenso einen „typischen“ Geruch wie deine Achseln oder dein Nacken. Kein Grund also, sich für seinen individuellen Intimgeruch zu schämen, was viele Frauen aber leider tun. Es gibt aber Faktoren, die den Geruch deiner Vagina zumindest kurzfristig verändern können – und möglichweise Signale sind, dass etwas nicht in Ordnung ist.

1. Periode

Jede Vagina hat ihren eigenen, ganz individuellen Geruch, der sich, wie du vielleicht schon einmal festgestellt hast, im Verlauf des Zyklus verändern kann. Kein Grund zur Sorge, immerhin verändern sich in diesem Zeitraum ja auch das hormonelle Zusammenspiel, der Scheidenausfluss oder deine Stimmung. Stark beißend oder fischiger Geruch allerdings kann ein Zeichen dafür sein, dass sich zu viele der „falschen“ Bakterien in der Vagina angesiedelt haben und du vermutlich an einer Bakteriellen Vaginose leidest, die unbedingt ernst genommen und behandelt gehört.

2. Waschmittel

Durch die normalerweise enganliegende Unterwäsche kommt der Intimbereich besonders intensiv mit den Rückständen des Waschmittels in Kontakt. Wenn du also plötzlich unter einem veränderten Intimgeruch leidest, der scheinbar grundlos auftritt, dann checke einmal dein Waschmittel. Vor allem, wenn deine Vulva zusätzlich auch juckt und brennt. Ein Wechsel zu einem anderen Produkt kann da oftmals schon die Lösung sein. Ist deine Intimzone ein echtes Sensibelchen, kann das falsche Waschmittel auch eine Bakterielle Vaginose auslösen, weil sich die gesunde Balance der Vaginalflora ändert. Die Behandlung mit Betadine BV™ Vaginalgel, rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, bringt das Öko-Klima unter der Gürtellinie wieder ins Lot und hilft, das normale Gleichgewicht rasch wiederherzustellen.

3. Lebensmittel

In deiner Mundhöhle tummeln sich, wie in deiner Vagina oder deinem Darm auch, dutzende Mikroorganismen. Das ist an sich gut so, weil diese für ein gesundes Öko-Klima sorgen. Und du kennst das: Wenn du am Döner-Stand warst, oder deine Mahlzeit ordentlich mit Zwiebeln oder Knoblauch gewürzt war, riechst du etwas, ähm, intensiver aus dem Mund. Logisch, dass einige Lebensmittel auch Auswirkungen auf den Intimgeruch haben. So ist es etwa bei Blauschimmelkäse, Zwiebeln, Kohl und Brokkoli, Fisch und Fleisch. Wenn du untenrum plötzlich anders riechst als gewöhnt, könnte es demnach an veränderten Ernährungsgewohnheiten liegen. Gut für die Vaginalflora ist z.B. folgendes auf dem Speiseplan: Frisches Obst und Gemüse, Vollkorn, viel Wasser, Sauerkraut und Joghurt.

4. Alkohol

Eigentlich logisch: auch Alkohol beeinflusst den Vagina-Geruch stark. Während unser Körper damit beschäftigt ist, den übermäßigen Alkohol zu verarbeiten, kann auch unser Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht geraten. Riecht deine Vagina nach ein paar Gin Tonic zu viel unangenehm intensiv, hast also nicht nur du einen Hangover.

5. Zu viel Hygiene

Man kann es nicht oft genug sagen: Seife und Duschgel sind Endgegner für die gesunde Vaginalflora. Bleib lieber beim gewöhnlichen Wasser oder, falls du nicht von extra Intimwäsche lassen kannst, speziellen Intimpflegeprodukten.

6. Sport

Nach dem Yoga oder dem HIIT-Training rinnt dir der Schweiß so richtig aus allen Poren? Das Gleiche könnte auch deine Vagina sagen, denn diese schwitzt ebenso – und riecht folglich deutlich anders als beim Chillen am Sofa. Sport beeinflusst die Vaginalflora und deren Geruch stark, vor allem auch, wenn du (zu) enge Sportbekleidung trägst, die sich stundenlang an der Vagina reibt.  Also schnell runter mit dem verschwitzten Zeug – sonst haben Infektionen ein leichtes Spiel.

7. Sex

Die wohl intensivste Geruchsveränderung erzeugt Sperma. Wenn Sperma, das einen hohen basischen ph-Wert hat, mit der Säure der Vaginalflora kollidiert, dann ist der oft etwas fischig riechende „nach-dem-Sex-Geruch“ eingetreten. Tipp: nach dem Sex aufs Klo gehen, und am besten auch untenrum mit Wasser durchspülen oder kurz unter die Dusche hüpfen.

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