Wunden

Warum hören Wunden auf zu bluten?

Ein kleines Hoppala, schon gleitet das Küchenmesser in den Finger anstatt in den Apfel.  Doch, oh Wunder, nach kurzer Zeit hört die Wunde meist von selbst auf zu bluten. Warum? Das erfährst Du hier.

Unser Körper ist von einer dicken Haut überzogen, die aus drei Schichten besteht: Der Oberhaut, einer darunterliegenden Lederhaut und schließlich der Unterhaut. Diese Schichten nennt man auch Epidermis, Dermis und Subcutis. Verletzt man sich nun, z.B. durch einen „Ausrutscher“ mit dem Küchenmesser, betrifft das zumeist die oberste Hautschicht. Unter dieser befinden sich viele winzige Blutgefäße, Kapillaren genannt. Diese sind auch der Grund dafür, warum bei einem Schnitt Blut fließt. Gut so, denn das schwemmt Bakterien und andere Eindringlinge aus dem Körper. Und um auf Nummer sicher zu gehen, nicht auf die Wunddesinfektion vergessen. Betadona® Wund-Gel oder Betadona® Wund-Spray kümmern sich zuverlässig darum, dass Bakterien, Pilze, Sporen, Viren und Einzeller (Protozoen) abgetötet werden und einer raschen, problemlosen Wundheilung nichts im Wege steht.

Blutgerinnung kommt in Gang

Wenn das passiert, reagiert der Körper sofort. Seine Mission: Er will die Wunde schließen. Die verletzten Blutgefäße ziehen sich also zusammen und verengen sich, das Blut beginnt zu gerinnen und kurz danach entsteht eine Kruste. Hinter dem Erstarren des Blutes steckt der komplizierte Vorgang der Blutgerinnung. Die komplexen Mechanismen der Gerinnung werden in ihrer Gesamtheit auch als Gerinnungskaskade bezeichnet. Daran beteiligt sind vor allem verschiedene Gerinnungsfaktoren. Diese tragen eigene Namen, werden aber auch mit römischen Ziffern durchnummeriert. Sie werden erst vor Gebrauch aktiviert. Dies schützt vor einer zufälligen und ungewollten Bildung von Thromben, welche die Gefäße verschließen könnte – man spricht dann von einer Thrombose.

Spot auf die kleinen, feinen Helferlein

Die Hauptrolle bei der Blutgerinnung haben kleine Helferlein: die Blutplättchen oder so genannten Thrombozyten. Diese Blutplättchen spielen eine wichtige Rolle bei der Blutstillung (primäre Hämostase) – der erste Schritt der Blutgerinnung.

Wird ein Blutgefäß verletzt, beispielsweise durch einen Schnitt mit dem Messer, lagern Thrombozyten sich an der verletzten Gefäßwand an und an diese wiederum heften sich weitere Blutplättchen.

An der Luft zerfallen sie und scheiden dabei einen Stoff aus, einen so genannten Gerinnungsfaktor, der wiederum weitere Gerinnungsfaktoren aktiviert. Fehlt nur ein einziger Gerinnungsfaktor, kann es bei der kleinsten Verletzung zu gefährlichen Blutungen kommen, die nur schwer gestillt werden können. Dies ist als Bluterkrankheit bekannt.

Ein Stöpsel fürs Finale

Der gesamte Vorgang der Blutgerinnung läuft bei kleinen Wunden normalerweise binnen ein paar Minuten ab. Und zwar so: Das im Blut enthaltene Eiweiß wird durch die Gerinnungsfaktoren in ein Geflecht von Eiweißfäden umgewandelt, das Fibrin. Dieses bildet eine Art Netz über der Wunde, in dem rote Blutkörperchen gefangen werden. So wird eine Art Stöpsel gebaut, der verhindert, dass Blut aus der Wunde strömt. Durch diese sogenannte Thrombozyten Aggregation wird das Gefäßleck rasch verschlossen und die Blutung gestoppt. Durch weitere Prozesse (sekundäre Hämostase) wird der Verschluss stabilisiert.

Vorsicht ist bei Verletzungen von großen Blutgefäßen gegeben. Denn bei diesen kann der Körper die Blutung nicht mehr im Alleingang stoppen. Hier muss man sofort erste Hilfe leisten, die betroffenen Blutgefäße abbinden und den Notarzt rufen.

 

Quellen:

https://www.netdoktor.at/search/?q=Wundheilung+bluten

https://www.netdoktor.de/laborwerte/haemostase/

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