Wunden

Kratzwunden – Wie man am besten vorgeht

Kratzwunden entstehen meist durch äußere Einflüsse und sind häufig oberflächliche Wunden mit geringer Tiefe.

Typischerweise kommt es an Armen und Beinen oder im Gesicht zu Kratzwunden. Aber auch am Oberkörper können diese auftreten. Zum Beispiel, wenn man im Gestrüpp unterwegs ist und von Dornen erwischt wird. Verletzungen durch Kratzer können aber auch durch Tiere oder abstehende spitze Gegenstände, wie Nägel oder Holzsplitter entstehen.

Blutung stoppen und Wunde reinigen

In allen Fällen sollte man bei einer Kratzwunde zuallererst versuchen, die Blutung zu stoppen und die Wunde säubern und desinfizieren. Vor allem bei Wunden, die durch Tiere verschuldet wurden, ist es äußerst wichtig, eine ordentliche Wundreinigung durchzuführen, da tierisch verursachte Kratzwunden eine erhöhte Infektionsgefahr mit sich bringen. Sollte die Wunde stark bluten und sich ein Stoppen der Blutung als schwierig erweisen, so sollten Sie umgehend eine Notaufnahme aufsuchen oder den Notruf wählen.

Unter Umständen empfiehlt sich eine Impfung

Bei Wunden, die durch Tiere oder andere Gegenstände, wie zum Beispiel einen rostigen Nagel herbeigeführt wurden, sollte man unbedingt im Impfpass nachschauen, ob die Tetanusimpfung noch aktuell ist. Diese sollte in etwa alle 10 Jahre aufgefrischt werden, um ihre Wirksamkeit nicht zu verlieren. Ist das Datum der letzten Impfung also bereits 10 Jahre oder länger her, so empfiehlt sich dringend ein Besuch beim Arzt. Nur so kann einer Tetanusinfektion vorgebeugt werden.

Wunde entweder trocken oder feucht verschließen

Erst im Anschluss an die Reinigung der Wunde sollte ein Wundverschluss erfolgen. Bei tieferen Wunden wird dieser von einem Facharzt in Form einer Naht oder mit einer Klammer durchgeführt. Kleinere Wunden können mit einer sterilen Kompresse sowie einem Wundverband oder gar nur mit einem Pflaster geschlossen werden. Hierbei können entweder trockene oder feuchte Wundverbände mit einem Gel oder Spray zum Einsatz kommen.

Feuchte Verbände beschleunigen die Heilung

Für eine Behandlung der Wunde eignet sich zum Beispiel das Betadona® Wundgel, das wie eine Salbe auf die Wunde aufgetragen wird. Für eine einfachere Anwendung empfiehlt sich das Betadona® Wundspray. Dieses wird wie ein Deo aus einiger Entfernung auf die Wunde gesprüht und trägt ebenfalls zu einer besseren Wundheilung bei. Gels und Sprays eignen sich besonders gut, weil durch das Aufbringen, neben der Desinfektion, ein Austrocknen der Wunde verhindert wird. So reißt diese beim Verbandswechsel oder beim Abnehmen eines Pflasters nicht auf. Schorf kann ebenfalls eine Narbenbildung begünstigen. Durch eine feuchte Wundbehandlung bleibt diese geschmeidig. Auch wird der Zellfluss durch ein feuchtes Milieu gefördert und die Wundheilung somit beschleunigt.

Wann ist ein Arztbesuch notwendig

Ist die Wunde so tief, dass sie fachmännisch versorgt werden muss, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Ebenso sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn der Tetanusschutz der letzten Impfung nicht mehr gewährleistet ist. Beachten Sie, dass mit zunehmendem Alter die Wundheilung nachlässt. Ebenso kann die Einnahme von Medikamenten den Heilungsprozess beeinflussen, weswegen bei schlecht heilenden Wunden die Konsultation eines Mediziners empfohlen wird.

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