Wunden

Erste Hilfe bei Riss- und Quetschwunden

Prellungen und Rissquetschwunden.

Prellungen und Rissquetschwunden können durch stumpfe Gewalt ausgelöst werden, die von außen auf den Körper einwirkt, wie beispielsweise durch einen Stoß, Schlag, den Aufprall in Folge eines Sturzes oder durch Einklemmen. Derartige Unfälle können im Alltag zuhause, im Beruf oder beim Ausüben diverser Hobbys geschehen.

Ursachen

Insbesondere beim Sport passieren immer wieder Rissquetschwunden. Etwa beim Fußball, Radfahren, Joggen oder Wandern. Aber auch im Winter, beim Rodeln und speziell auch beim Skifahren kommt es häufig zu Verletzungen in Form von Rissquetschwunden. Durch die hohen Geschwindigkeiten, die bei der Abfahrt erreicht werden, sind Verletzungen nach Stürzen oft an der Tagesordnung, auch bei geübten Fahrern; mal schlimmer, z.B. als offene Verletzung, in den meisten Fällen aber weniger dramatisch.

Unterschiedliche Symptome

Rissquetschwunden äußern sich in der Regel durch blaue Flecken und Schwellungen sowie aufgeplatzte oder eingerissene Haut. Da eine Rissquetschwunde meist mehr oder weniger stark blutet, ist sie leicht mit einer Platzwunde zu verwechseln. Je nach Ort der Verletzung kann es neben Schmerzen und Blutungen auch zu Beeinträchtigungen von Körperfunktionen kommen. So ist es möglich, dass ein stark geschwollenes Auge nicht mehr geöffnet oder ein Kniegelenk nicht mehr bewegt werden kann. Zu einer Blutung der Wunde kommt es, wenn der Druck, z.B. bei einer Schwellung so hoch ist, dass die Haut nachgibt und aufreißt.

Bei Prellungen – PECH

Bei der Erstversorgung von Prellungen sollten Sie umgehend nach der PECH-Formel vorgehen und die Belastung des verletzten Körperteils pausieren (P). Durch sofortiges Kühlen mit Eis (E) lindern Sie den Schmerz und reduzieren weitere Einblutungen in das Gewebe. Vorsicht jedoch bei offenen Wunden: Hier sollten Sie keine Kühlung anwenden. Durch eine Compression (C) und Hochlagern (H) des verletzten Körperteils wird die Blutzufuhr verringert. Damit wird weiteres Anschwellen verhindert, sowie Schmerzen reduziert.

Wundversorgung durch den Arzt

Haben Sie eine blutige Wunde davongetragen, so muss zunächst die Blutung der Wunde gestoppt werden. Spürt man trotz erfolgter Erstversorgung weiterhin starke Schmerzen oder stellt eine Rötung der Wunde fest, so ist es zwingend erforderlich, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann entscheiden, ob eine offene Wunde genäht, geklammert oder geklebt werden muss. Bei tiefen Rissquetschwunden bedarf es einer chirurgischen Versorgung. Bei der Wundversorgung gibt es neben den erwähnten Möglichkeiten auch eine sogenannte „konservative“ Methode. Hierbei wird die Wunde lediglich mit einer Wundspülung und anschließendem Verband behandelt. Welche Methode zur Behandlung sich am besten eignet, kann der Mediziner beurteilen.

Neben stark blutenden sowie verschmutzten Wunden sollten von einem Arzt auch starke Prellungen an Gesicht und Gelenken untersucht werden, um schwerwiegendere Verletzungen ausschließen oder fachgerecht behandeln lassen zu können. Ebenfalls sollten Sie einen Arzt konsultieren, wenn Sie keine aktive Tetanus-Impfung mehr haben.

Infektionsgefahr beachten

Da bei Rissquetschwunden eine erhöhte Infektionsgefahr besteht, ist es wichtig, auf einen sterilen Verband sowie ausreichende Desinfektion zu achten. Vor allem in den Wundtaschen ist die Gefahr einer Infektion besonders gegeben. So ist es ratsam, Wunden z.B. mit dem desinfizierenden Betadona® Wund-Gel zu versorgen, um die Wunde zu desinfizieren und somit den Heilungsprozess zu unterstützen.

 

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