Wunden

Dein Piercing, von der Wunde bis zur Heilung

Teil 3 – Abheilung fördern, Entzündungen behandeln

Wie Du Dein frisch gestochenes Piercing am besten pflegst, haben wir in Teil 2 der Serie erklärt. Du weißt darum auch, dass manche Reaktionen bei einem frisch gestochenen Piercing völlig normal sind. Dazu zählen etwa: leichtes Kribbeln, Austritt von Wundflüssigkeit, Rötung der gepiercten Stelle oder auch das Anschwellen rund um den „Stich“: Schließlich handelt es sich bei einem Piercing genau betrachtet um eine Wunde. Und die benötigt, wie jede andere auch nun mal eine gewisse Zeit, um zu heilen. Du warst geduldig, hast das Piercing in Ruhe gelassen, richtig gepflegt, und eine Abheilung zeichnet sich ab? Super – nur weiter so!

Gut Piercing braucht Weile

Die Frage stellt sich wohl jede*r mit einem frischen Piercing: wann heilt dieses denn endlich vollständig ab, um es in voller Pracht zu präsentieren? Pauschal lässt sich das freilich nicht beantworten. Die Heilungszeit richtet sich nach der Lage des Körperschmucks und der Art, wie es gestochen wurde. Bei einem Zungenpiercing dauert die Abheilung rund 4 Wochen, mehr Geduld brauchst Du bei einem Ohrknorpelpiercing, hier kann die langwierige Abheilung über mehrere Monate bis zu einem halben Jahr dauern. Geweitete oder gedehnte Piercings nehmen hier nochmals eine Sonderstellung ein.

1. Abheilung fördern von Anfang an!

Reinigen, reinigen, reinigen! Das ist die Devise für mindestens 14 Tage ab dem Zeitpunkt, an dem dein Piercing gestochen wurde. Desinfiziere es jeweils morgens und abends. Auch hierbei gilt wieder: nie mit ungewaschenen Händen. Für Piercings im Gesicht, in den Ohren, den Brustwarzen oder dem Bauchnabel kannst du die Betadona® Flüssigseife, das Betadona® Wund-Gel oder den Betadona® Wund-Spray verwenden, zur Desinfektion von Piercings im Mund eignet sich das Betadona® Mund-Antiseptikum. Das Piercing brauchst du fürs Desinfizieren gar nicht bewegen, denn die Produkte von Betadona® gelangen von ganz alleine in den Wundkanal. Einfach vorsichtig drauftupfen oder sprühen und einziehen lassen.

2. Entzündet – oder doch nicht?

Bevor Du mit einer Behandlung beginnst, musst Du erst mal abchecken, ob Dein Piercing wirklich entzündet ist. Ist es noch recht frisch, dann sind Rötungen, Schwellungen und leichte Schmerzen nämlich als durchaus normal einzustufen. Schließlich wurde eine Körperstelle von Dir mit einer Nadel durchstochen und die daraus entstandene Wunde muss erstmal abheilen. In diesem Fall musst Du Dir noch keine großen Sorgen machen, sondern Dein frisches Piercing wie erklärt pflegen. Also: Keep calm and watch your Piercing!

3. Desinfektion – die „Waffe“ gegen Entzündungen!

Entzündungen entstehen zum Beispiel, wenn Keime in eine Verletzung eindringen – sei sie noch so klein. Das kann nicht nur nach dem frischen Stich passieren, sondern auch eine ganz schön lange Zeit danach. Sogar noch nach rund einem Jahr, etwa dann, wenn Du schon lange keinen Ohrring oder Piercing mehr getragen wurden und der Stichkanal sich wieder verengt hat. Eine beginnende Entzündung zeichnet sich dann durch eine leichte Rötung ab. Dann beginnt das Programm wieder von vorne, wie nach einem frischen Stich: die betroffene Stelle möglichst nicht berühren, und den Schmuck zunächst nicht selbst entfernen. Und: die entzündeten oder gar nässenden Stellen reinigen bzw. mit Betadona® desinfizieren (Ohren, Gesicht, Bauchnabel, Mund), um Keimen und Bakterien keine Chance zu geben. Einfach mehrmals täglich auf die entzündete Stelle geben.

Tipp: Fall Du deinen Ohrring oder Dein Piercing rausgenommen hast, kannst Du es, nach vorheriger Reinigung, vorm Einsetzen ebenfalls mit Betadona® beträufeln bzw. drauf sprayen. So kann eine ausreichende Desinfektion des Stichkanals zusätzlich unterstützt werden.

Generell kann es sinnvoll sein, die/den Piercer*in in dieser Situation zu Rate zu ziehen oder auch direkt einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Das gilt insbesondere bei Kindern. Achtung: Spätestens, wenn die Stelle aber rot und heiß wird, anschwillt, sich kleine Eiterbläschen bilden oder es sogar blutet, wird es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

4. Spezialfall Entzündung im Mund – was tun?

Zungenpiercings sind leider besonders anfällig für Entzündungen, da sich im Mund viele Keime und Bakterien tummeln. Eine Entzündung erkennst Du auch hier durch Rötungen, Verhärtungen, Schmerzen, Anschwellen und Eiter. Zusätzlich bildet sich meist auf der Zunge ein heller Belag, auch die Lymphknoten im Hals können angeschwollen sein. Im Gegensatz zu anderen Körperstellen greife hier zu einer desinfizierenden Mundspülung wie z.B. Betadona® Mund-Antiseptikum.

Sich für ein Piercing zu entscheiden bedeutet immer auch, Verantwortung zu übernehmen. Für sich selbst, und seine Gesundheit. Keep cool, und lass die Zeit für Dein Piercing arbeiten. Bei Unsicherheiten und Zweifel aber, etwa wenn die Wunde stark blutet, eitert, oder sich immer wieder entzündet, dann wende Dich umgehend an den Arzt oder die Ärztin Deines Vertrauens. Auch seriöse Piercer*innen werden Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Da bleibt uns nur noch eines zu wünschen: Viel Freude mit Deinem neuen Körperschmuck!

Ähnliche Artikel