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Selfcare mit der Ikagai-Methode

„Hygge“ und „Lagom“ waren gestern – die neue Methode für ein Leben mit weniger Stress und mehr Glück lautet „Ikagai“. Im Mittelpunkt stehen 4 Fragen, die helfen sollen, Deinen persönlichen Kompass im Leben zu finden.

Seit nunmehr vielen Monaten verlangt die Corona-Krise uns einiges ab. Und ehrlich – einige Zeit wird uns diese leider noch begleiten. Um so wichtiger ist es gerade als Mama, sich gut um sich selbst zu kümmern. Selfcare ist hier das Stichwort.

Dauerstress auf der Arbeit, Eingewöhnung im Kindergarten, ein Krankheitsfall in der Familie oder Konflikte mit dem Partner – das geht auf Dauer ganz schön an die Substanz. Um so wichtiger ist es, sich regelmäßig gut um sich kümmern. Denn Selbstliebe stärkt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.

Doch – was braucht man persönlich eigentlich, um glücklich zu sein? Was macht wirklich Freude, bei welcher Tätigkeit oder in welchen Situationen blüht man förmlich auf? Ganz ehrlich: im Trubel des Alltags mit dutzenden To-Do´s ist das oft gar nicht so einfach herauszufinden. Wir haben einen Tipp: Die japanische Methode namens Ikagai soll dabei helfen.

Der Begriff Ikigai stammt aus Japan und bedeutet wörtlich übersetzt „Lebenswert“ („iki“ für „Leben“ und „gai“ für „Wert“).  Das Konzept dreht sich darum, herauszufinden, was das Leben für den einzelnen lebenswert macht. Anders gesagt: Mit Ikigai sollst Du herausfinden können, welcher ganz persönliche Grund es für Dich jeden Morgen lohnenswert macht, aufzustehen und einen neuen Tag zu beginnen.

Dieser individuelle Sinn des Lebens ist gemäß Ikagai der Schlüssel zu einem langen, erfüllten Leben. Der japanischen Philosophie zufolge hat ein jede*r von uns seinen ganz eigenen Ikigai, also seinen individuellen Grund für ein lebenswertes Leben.

Nicht nur, dass wir mit der Methode herausfinden können, was das individuelle Leben lebenswert macht – mehr noch: Mit Ikigai sollen wir sogar länger leben und hundert Jahre alt werden können.

4 Fragen für mehr Glück und Gesundheit

Alles, was Du für Ikagai brauchst sind folgende 4 Fragen und etwas Geduld. Nimm Dir Zeit, einen tiefen Atemzug und gehe einmal in Dich, um diese Fragen zu stellen:

  1. Was liebe ich?
  2. Worin bin ich gut?
  3. Was braucht die Welt?
  4. Wofür kann ich bezahlt werden?

Klingt simpel, aber wer sich wirklich damit auseinandersetzt merkt: Hm, so einfach ist das gar nicht zu beantworten. Tipp: Fertige eine Mind-Map mit Impulsen und Ideen rund um diese Fragen an. Du kannst gerne auch innere Bilder, die bei den gestellten Fragen auftauchen, aufs Papier kritzeln. Alles ist erlaubt! Eine andere Möglichkeit: Überlege Dir während deines Tages immer wieder: WARUM tue ich das? Was ist der Sinn dahinter? Vielleicht kommst Du auch so auf Dein Ikigai. Versuche Dich außerdem mal zu erinnern, bei welcher Sache Du mal so richtig im „Flow“ warst. Heißt, Deine Umgebung total ausgeblendet hast, weil Du zu 100 Prozent im Tun warst.

In ihrem Buch „Ikigai – Den Sinn des Lebens im Alltag finden“ beschreibt Bettina Lemke die Lebenspraxis des japanischen Glücksprinzips in zehn Punkten:

  1. Nimm Dir Zeit für Träume
  2. Bleibe stets aktiv
  3. Achte auf eine gute Selbstfürsorge
  4. Vermeide Stressfallen
  5. Praktiziere Dankbarkeit
  6. Lebe in Gemeinschaft
  7. Sei der Nabel der Welt
  8. Höre auf Dein Herz
  9. Schätze den Wert der kleinen Dinge
  10. Bleibe neugierig

Mithilfe der folgenden Fragen kannst Du checken, ob etwas Deinem Ikigai entspricht:

  • Verleiht es mir Energie? Macht es mich wacher und lebendiger?
  • Fördert es meine Motivation?
  • Ist es ein Grund, warum ich morgens aufstehe?
  • Fühlt es sich in meinem Herzen richtig an?
  • Wird mein Leben dadurch bunter, erfüllter und lohnender?
  • Hat es eine positive Wirkung auf mein Umfeld?
  • Kann ich anderen davon mit Begeisterung erzählen?

Und, hast Du dein Ikigai schon gefunden?

Das Buch „Ikigai“ von Bettina Lemke ist im dtv Verlag erschienen, 14,90 Euro.

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