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Entdecke Dein sportliches Ich

Endlich ist er da, der Frühling. Und er schenkt uns einen Gefühlscocktail, der zunehmend für positive Stimmung sorgt.

Das euphorische Gefühl, das unsere Herzen buchstäblich höherschlagen lässt, erklärt sich durch die hormonellen Veränderungen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Licht. Die Tage werden länger, und mit steigenden Temperaturen zieht es uns ins Freie – wir bekommen also deutlich mehr Tageslicht ab. Gut so, denn Licht ist der Hauptakteur für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.

Fitmacher Frühling

Während im Winter das Schlummer-Hormon Melatonin den Ton angibt, wird im Frühjahr mehr Serotonin produziert. Ein Neurotransmitter, der als Glückshormon gilt, gute Laune macht, und Schwung und Energie verleiht. Psychologische Untersuchungen haben außerdem gezeigt: Wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen, schüttet das Gehirn zusätzlich vermehrt das Glückshormon Endorphin aus. Endorphin ist ein Botenstoff, der in der Hirnanhangdrüse gebildet wird, als Schmerzstiller wirkt und bei positiven Erlebnissen ausgeschüttet wird. So, und jetzt ein Life-Hack, wie man all diese wunderbaren Effekte unserer Körperfabrik noch boosten kann: Nein, nicht durch Serien-Binge-Watching auf Netflix. Sondern: dank Bewegung und Sport.

Motivation, bitte kommen

Egal, ob spazieren, laufen, hüpfen, tanzen oder Yoga – zahlreiche Studien belegen, dass Sport grundsätzlich einen stimmungsaufhellenden Effekt auf den Geist hat. Gesundheits-Plus: Viermal pro Woche die eigene Ausdauer zu trainieren, senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer sich dazu noch Outdoor, in der lauen Frühlingsluft bei intensiverem Sonnenlicht sportlich betätigt, wird bemerken, dass die Glücksgefühle kaum noch zu bremsen sind. Aber erzähl das einmal Deinem Inneren Schweinehund, der es daheim am Sofa weitaus gemütlicher findet als draußen am Fahrrad oder bei der Jogging-Runde. Gemein, dass dieser Schweinehund noch dazu ganz schön trickreich ist. Er flüstert Dir zu, dass für Sport leider so gar keine Zeit ist. Zuerst muss mit dem Kind die Hausaufgabe gemacht, fürs Abendessen gekocht, der Haushalt geschupft, oder das Zoom-Meeting vorbereitet werden. Wie kriegt man den Inneren Fitness-Vermieser, und damit auch Dich, in die Laufschuhe, auf die Yoga-Matte, oder dazu, in die Pedale zu treten? Die besten Tricks, um Dein neues Sport-Ich zum Leben zu erwecken:

1. Fang an

Ja, genau jetzt. Denn, ganz ehrlich, um zu starten braucht man wirklich nichts. Mit einer Einschränkung: Falls Du länger keinen Sport getrieben hast, älter als 35 bist, oder an Übergewicht oder gesundheitlichen Problemen leidest, ist ein Fitness-Check bei dem Arzt oder der Ärztin Deines Vertrauens sinnvoll. Grundsätzlich aber gilt: starten kannst Du immer und überall. Einfach mal zuhause, mit ein paar Hampelmännern oder Kniebeugen, oder mit einer flotten Runde durch den Park. Für absolute Anfänger*innen reichen zunächst 15 Minuten. Kleiner Mental-Tipp bei Motivations-Tiefs: Stell Dir bildhaft vor, wie gut Du Dich nach Deinem Training fühlen wirst. Das spornt an!

2. Hab Spaß

Regel Nr.1: finde den Sport, der Dich, im wahrsten Sinn des Wortes, bewegt. Nämlich auch im übertragenen Sinn: was macht Dir wirklich Freude? Ist Joggen Dein Ding, oder gehst Du lieber flott spazieren? Bist Du eine Wasserratte, Yoga-Fan, oder jagst gerne einem Ball hinterher? Um Deinen Favoriten zu entdecken, kann folgende Frage helfen: Welche Form der Bewegung hat Dir als Kind Freude gemacht? Vielleicht hast Du ja sogar verborgene sportliche Talente, die nur darauf warten, wachgeküsst zu werden.

3. Erzähls weiter

Zugegeben, Dein neues, sportliches Ich braucht nicht gleich einen eigenen Social Media Account. Aber dennoch solltest Du, noch bevor Dein Sport-Ich so richtig das Licht der Welt erblickt hat, Familie und Freund*innen von Deinen Vorsätzen in Sachen Fitness erzählen. Plaudere ruhig aus, dass Du ab nun 3x pro Woche eine Runde um den Block laufen wirst, am Wochenende den Wanderrucksack packst, oder Dich nach Jahren endlich wieder aufs Rad schwingen möchtest. Wozu diese Mundpropaganda gut ist? Weil sie einen gewissen Druck schafft, die Pläne in die Tat umzusetzen, und zur Routine werden zu lassen.

4. Trainiere gemeinsam

Deine Motivation schwächelt gerade? Gut, dass Du ein Sport-Date mit Anderen hast. Verabredet man sich mit Freund*innen zum Sport, fällt es schwerer, einfach abzusagen. Man pusht sich sozusagen gegenseitig zum Training, und lässt keine Ausreden zu. Außerdem macht es mehr Spaß, gemeinsam zu schwitzen!

5. Tracke Erfolge

Feiere Dich selbst. Und zwar für jeden sportlichen Erfolg, egal, wie klein er auch sein mag. Ganz wichtig: Man neigt leider dazu, seine eigenen Leistungen herunter zu spielen oder schlicht zu vergessen. Darum: entweder Du startest ein analoges Sport-Tagebuch, in dem Du Deine Trainingserfolge aufzeichnest. Oder Du verwendest dafür eine Sport-App. Nach einem gewissen Zeitraum kannst Du dich dann darüber freuen, Fortschritte zu machen, was wiederum das Selbstbewusstsein und die eigene Motivation zum Weitermachen pusht.

6. Bleib dran

Speziell Mamas kennen das: Alles, was wir für uns selbst tun, rangiert auf der Prioritätenliste ganz weit unten. Aufs eigene Wohlbefinden zu achten, ist aber kein bisschen egoistisch, ganz im Gegenteil. Es ist nicht nur unser gutes Recht, sondern bringt auch der Familie was. Von einer Mama, die sich fit und wohl im eigenen Körper fühlt, profitieren auch die Kinder. Denn mit einer Mama ohne Rückenprobleme zu toben, ist viel lustiger. Wichtig: Vereinbare feste Trainingstermine mit Dir selbst, und nimm diese auch ernst. Tipp: Trage diese ebenso in Deinen Kalender ein, wie ein geschäftliches Zoom-Meeting oder den Zahnarzt-Besuch mit dem Junior.

7. Sei kreativ

Mütter können ein Lied davon singen: Es gibt Phasen, da sind Zeit und Energie Mangelware. Darum: überlege, wie Du Bewegung zusätzlich unkompliziert in Deinen normalen Tagesablauf einbauen kannst. Immerhin bist Du ja ohnehin ständig auf Trab. Zum Beispiel, indem Du das Auto öfters mal stehen lässt, und zu Fuß gehst, statt den Lift zu nehmen, die Treppe hochsprintest, oder, wenn Du mit dem Kinderwagen zum Einkaufen gehst, daraus eine flotte Walking-Runde machst. Außerdem: Kindern machen kleine sportliche Wettbewerbe zwischendurch Spaß, z.B, wenn es beim Ausflug in den Park heißt: „Wer ist als erster bei den Rutschen am Spielplatz?“

8. Mach weiter

Wir wollen ehrlich sein: Erst nach sechs bis acht Wochen können die meisten Sporteinsteiger*innen das Training wirklich genießen. Darum unser Appell: bleib dran, es lohnt sich! Geschafft? Dann ist es an der Zeit, sich dafür selbst zu belohnen, z.B. mit neuen Sportschuhen oder einer coolen Yoga-Matte. Klopfe Dir selbst auf die Schulter und sag laut und mit Stolz: „Super gemacht“ – wetten, die Motivation fürs Weitermachen kommt dann ganz von selbst!

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