Familie

Draußen toben – die besten Tipps und Spiele-Ideen!

Die tollsten Kindheitserinnerungen? Damals, als wir mit unseren besten Kumpels das Baumhaus gebaut haben, im Zelt im Garten übernachteten, kickten bis zum Umfallen, oder so lange Fangen und Versteckten spielten, bis es dunkel wurde. Irgendwie war uns nie fad, oder?

Auch heute noch ist draußen spielen und toben für Kinder das Größte. Sicher, die lieben Kleinen kommen auch von alleine auf Spiel-Ideen. Aber manchmal braucht es dann doch ein paar Inputs von uns Großen. Hier kommen tolle Outdoorspiele für Kinder: ganz viel Action inklusive. Schließlich wollen und sollen sich Kinder ja jetzt, wo wir die letzten Wochen so viel drinnen sitzen mussten, ordentlich bewegen.  Alle Spiele für Kinder von ca. 4 bis 13 Jahren.

Aber halt – bevor wir zum spaßigen Teil kommen noch einmal die gesundheitlichen Vorteile, von denen Kinder bei der Outdoor-Action profitieren:

  • Schon 20 Minuten in der Natur verbessern die Laune signifikant.
  • Das Stresshormon Cortisol reduziert sich am besten, wenn etwa 20-30 Minuten gehend im Grünen verbracht werden.
  • Durch körperliche Aktivität werden Glückshormone freigesetzt, die das Wohlbefinden steigern.
  • Bewegung im Freien lässt den Körper Vitamin D tanken – wichtig für Stressabbau, positive Stimmung und das Immunsystem.
  • Aktivität stärkt das Herz-Kreislaufsystem
  • Konzentration und Kognition werden gefördert
  • Gut fürs Nervenkostüm der Eltern: Kinder fallen, wenn sie sich austoben durften, zuhause sofort ins Bett und in einen tiefen Schlaf.

Noch immer hip – die Klassiker:

Gummitwist

Um Gummitwist spielen zu können, braucht man, Überraschung, ein Gummiband. Gut geeignet ist hierfür einen Durchzugsgummi, wie man es von Kleidungsstücken, am besten wäre eine Länge von etwa drei Metern. Die beiden Enden fest verknoten und es kann losgehen.

Spielen kann man Gummitwist eigentlich überall – im Hof, auf dem Rasen oder auf der Spielstraße. Wichtig: der Untergrund sollte flach und frei von Steinen oder Ähnlichem sein.

Man braucht mindestens drei Mitspieler. Zwei halten nämlich das Gummi. Es wird um ihre Füße gespannt und gedehnt. Die beiden Mitspieler stehen sich dabei gegenüber mit dem Gesicht zugewandt. Und das dritte Kind darf hüpfen. Macht es einen Fehler, ist der nächste „Hüpfer“ an der Reihe. Es können auch mehr als drei Kinder mitspielen, dann wird immer reihum durchgewechselt mit Gummihalten und Hüpfen. Mehr als sechs Mitspieler sollten es aber nicht sein, sonst wird die Wartezeit einfach zu lang.

Eierlauf mit Löffel

Eier auf einem Löffel zu transportieren ist ein Wettlauf mit Schwierigkeits-Level. Zunächst einmal Start und Ziel markieren. Das Ei, oder auch eine Kartoffel, werden mit dem Löffel vom Start zum Ziel und zurückgebracht. Bei dem Wettrennen darf das Ei nicht fallengelassen werden. Mit mehreren Mitspieler*innen kann auch ein Staffellauf daraus gemacht werden.

Ball an die Wand

Die Spieler*innen werfen nacheinander den Ball gegen eine Hauswand und müssen ihn wieder auffangen. Um das Schwierigkeitslevel anzuheben, können kleine Aufgaben gestellt werden, zum Beispiel:

  • den Ball vor dem Fangen einmal auf dem Boden aufprallen lassen
  • vor dem Auffangen einmal/zweimal/dreimal… in die Hände klatschen
  • vor dem Auffangen einmal in die Luft springen
  • vor dem Auffangen sich einmal schnell auf der Stelle drehen usw.

Weitere Outdoor-Spielideen:

Lauft, lauft, ihr Schildkröten!

Kann sich noch jemand an das „Schubkarren-Rennen“ erinnern? Das ist eine Variante, bei dem alleine gelaufen wird, aber, sonst wäre es ja einfach, mit einem Wäschekorb am Rücken. Also: Zwei oder mehr Kinder bekommen als Panzer einen Wäschekorb den Rücken gelegt. Nun müssen die „Schildkröten“ auf allen vieren eine Slalomstrecke um die Wette rennen – natürlich ohne den Panzer zu verlieren.

 Luftballon-Wettrennen

Je zwei Kinder bilden ein Team und müssen so schnell wie möglich das Ziel erreichen, ohne dass der Luftballon, den sie zwischen sich geklemmt halten, herunterfällt – ohne Hände natürlich!  Es kann auch mehrere Runden geben, wobei der Luftballon an unterschiedlichen Körperteilen (Nase, Hüfte, Wade) gehalten werden muss. Variante: Statt eines Wettlaufs kann man auch einen Luftballon-Tanz veranstalten.

Slalom mit Bechern

Einige Plastikbecher werden mit Wasser gefüllt und mit jeweils einem Meter Abstand in einer Reihe hintereinander aufgestellt. Die Kinder stellen sich ebenfalls in einer Reihe auf. Das erste Kind läuft nun die Strecke Slalom, also um die Becher jeweils herum. Beim zweiten Mal wird die Strecke mit verbundenen Augen gelaufen. Dabei geht es bei dem Spiel darum, während die Kinder rennen die Becher nicht umzuwerfen.

Wasserbomben-Pingpong

Spielen und Wasser, das gehört für Kids einfach zusammen. Und so geht’s: Zwei Kinder stehen einander gegenüber und werfen sich gegenseitig die mit Wasser gefüllten Luftballons zu. Nach jedem Wurf geht ein Kind ein Stück zurück, so dass die Wasserballons immer weiter geworfen werden müssen. Wenn mehr als zwei Kinder mitspielen, stellen sich die Mitspieler in einem Kreis auf.

Wasser-Bowling

Das Spiel kann im Team oder 1-gegen-1 gespielt werden. Zuerst wird das Spielfeld vorbereitet. Dazu werden zwei Linien gezogen, die mindestens fünf Meter voneinander entfernt sind. Je älter die Kinder sind, desto weiter auseinander können die Linien liegen. Nun werden zwei Teams gebildet, sie sich einander zugewandt an die Linien stellen. Jedes Team bekommt eine mit Wasser gefüllte Flasche mittig vor ihre Linie gestellt. Die Teams müssen nun abwechselnd versuchen, die Flasche des anderen Teams mit dem Ball zu treffen, sodass diese umfällt und ausläuft. Dafür können sie den Ball werfen oder rollen.
Wurde eine Flasche getroffen, muss erst jemand aus dem Team den Ball holen, bevor die Flasche wieder aufgestellt werden darf. Also: Dalli Dalli! Steht die Flasche wieder, geht es weiter. Das Team, dessen Flasche zuerst leer ist, hat verloren.

Was man noch tun könnte:

Wandern gehört vielleicht nicht gerade zu den Highlights, die Volksschulkinder gerne unternehmen. Aber man muss ja nicht stundenlang bergauf gehen, sondern kann sich auch etwas einfallen lassen. Oder etwa auch die neuen Medien einsetzen, um die Wanderung superspannend zu gestalten. Schon alleine, die Wanderroute dank Smartphone von Papa oder Mama zu ermitteln peppt das Unternehmen deutlich auf. Noch besser: Geocaching. Was früher die gute alte Schnitzeljagd war ist nun die Geocaching-Schatzsuche.

  • Trimm-Dich-Wege oder Waldlehrpfade kennenlernen und nutzen
  • Inliner, Fahrrad fahren
  • Pflanzen sammeln und bestimmen
  • selbst gebaute Vogelhäuser und Insektenhotels im Freien aufstellen
  • Die Natur als Spielparcours: Balancieren über Baumstämme oder auf einen Baum kraxeln (auch wir Erwachsenen tun das viel zu selten). Übrigens: Wer auf einen Baum klettert, trainiert Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit – und gewinnt dabei eine Menge Selbstvertrauen
  • Hüpfen auf unterschiedlichste Weisen: auf einem Bein, im Kreis, wie ein Frosch.
  • Wurfspiele sollen gezielt die Hand-Auge-Koordination aber auch die Konzentration trainieren.
  • Outdoor-Rallye: Jedes Familienmitglied nennt drei Dinge, die es glaubt auf der Rallye zu sehen: Beispielsweise drei verschiedene Vögel, einen Jogger, Blumen, Hinweistafeln, Steine, Spaziergängerin mit Hunden, etc. Dann geht die Suche los.
  • Achtsamkeits-Schnitzeljagd: Die Kinder bekommen die Aufgabe gestellt (oder werden selbst kreativ), bestimmte Dinge zu suchen. Zum Beispiel, Ausschau nach etwas mit der Farbe Blau zu halten, oder etwas Weiches, etwas Klitzekleines, Federleichtes, Glitzerndes, Nützliches oder ganz Ungewöhnliches zu suchen.

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