Wunden

Verletzungen beim Heimwerken: Wundversorgung richtig gemacht

Selbst ist der Mann oder die Frau!

Frei nach dieser Devise erledigen die Österreicher kleine Reparaturen oder Projekte rund um Haus und Garten gern selbst.

Beim Heimwerken können kleine und größere Unfälle schnell passieren, wenn nicht mit passender Ausrüstung gearbeitet wird, Geräte falsch bedient werden oder einfach ein Moment der Unachtsamkeit auftritt.

Natürlich steht die Sicherheit beim Arbeiten an erster Stelle, oberstes Gebot ist also die passende Vorbereitung und das Vertrautmachen mit allen Materialien und Geräten, gegebenenfalls auch das Tragen von Schutzausrüstung. Lesen Sie hier mehr, wie Sie die häufigsten kleinen Verletzungen beim Heimwerken selbst versorgen können.

Bluterguss – erste Hilfe durch Kühlung

Sie haben sich gestoßen oder sind mit dem Hammer abgerutscht und an der betreffenden Stelle bildet sich ein großer blauer Fleck? Die erste Maßnahme ist hier, die Körperstelle mit einem Coolpack zu belegen. Dies begrenzt ein wenig die Blutung ins Gewebe und mindert den Schmerz. Wenn der Schmerz stark und anhaltend ist oder Sie Verdacht auf einen Knochenbruch haben, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Verbrennungen – lauwarmes Wasser schafft Abhilfe

Beim Arbeiten mit heißen Materialien und an heißen Oberflächen ist schon eine kurze Berührung schmerzhaft und führt zu brennender, geröteter Haut. Zuerst einige Minuten mit fließendem Wasser kühlen! Wichtig: Verwenden Sie lauwarmes und kein eiskaltes Wasser. Bilden sich Blasen, ist ein Arztbesuch empfehlenswert.

Schnittverletzungen – Desinfizieren und hochlagern

Kleine Schnitte ausbluten lassen, mit einem Wundantiseptikum wie Betadona® Wund-Spray versorgen und mit einem Pflaster oder Verband verarzten. Bei tieferen Schnitten einen Druckverband anlegen, um die Blutung zu stoppen, das Körperteil hochlagern und danach einen Arzt aufsuchen, da Nerven und Sehnen betroffen sein können. Auch bei großen Fremdkörpern in der Wunde sollten Sie sich vom Arzt behandeln lassen. Achten Sie vorsorglich auf Ihren Tetanus-Impfschutz.

Splitter – vorsichtig entfernen!

Eine typische Verletzung beim Heimwerken und im Garten sind auch Splitter in Fingern oder Handfläche. Falls der Splitter klein ist und aus der Haut herausragt, können Sie ihn leicht mithilfe einer Pinzette vorsichtig entfernen und auf die Stelle ein Wundantiseptikum wie Betadona® Wund-Gel auftragen. Entzündet sich die Stelle, müssen Sie im Zweifel einen Arzt aufsuchen.

Prellung oder Quetschung – und jetzt?

Schnell hat man sich die Hand in einer Zange oder zwischen zwei Kanten eingeklemmt. Bei solchen „stumpfen“ Verletzungen wird das Gewebe beschädigt und das kann starke Schmerzen verursachen.

Zuerst sollten Sie die Stelle kühlen das Körperteil gegebenenfalls hochlagern. Sie können eine Kühlpackung, kaltes Wasser oder ein Eisspray (aus der Apotheke) verwenden.

Stromschläge – auf keinen Fall unterschätzen!

Leider sind auch Stromschläge häufige Unfälle bei Heimwerkern. An elektrischen Installationsarbeiten sollten Sie sowieso nur einen professionellen Elektriker lassen, da nur dieser dazu befugt ist und Sie sich sonst in große Gefahr bringen können. Auch defekte Elektrogeräte besser vom Fachmann reparieren lassen. Jeder Stromschlag kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, vor allem gefährliche Herzrhythmusstörungen. Grundsätzlich ist es also dringend angeraten, sich nach einem Stromschlag ärztlich untersuchen zu lassen. Bemerken Sie Krämpfe oder Atemnot, sofort den Notarzt rufen!

Knochenbrüche – Arztbesuch nicht herauszögern

Ein gebrochener Knochen ist sehr schmerzhaft und die betroffene Person kann die entsprechenden Körperteile in der Regel nicht mehr bewegen. Bei Knochenbrüchen ist eine Behandlung beim Arzt unbedingt erforderlich. Als erste Hilfe zuhause können Sie das Körperteil mit Kleidung, Decken oder ähnlichem polstern und ruhigstellen sowie es gegen die Schmerzen mit nassen Tüchern kühlen. Einen offenen Bruch sollten Sie mit einer Wundauflage bedecken. Bei mehreren Knochenbrüchen an der unteren Extremität und offenen Brüchen sofort den Notarzt rufen!

Stürze – Leitern oder Stufen als Gefahrenquelle

Bei Arbeiten mit Leitern und auf Stufen oder beim Klettern im Obstbaum kann es zu Stürzen kommen. Hier kann die betroffene Person schwer verletzt sein, ohne dass die Verletzungen von außen direkt sichtbar sind. Haben Sie Verdacht auf schwere Kopfverletzungen oder Verletzungen in der Becken- und Wirbelsäulenregion, bewegen Sie sich bzw. die betroffene Person nicht und wählen Sie die 112. Bis der Notarzt eintrifft, können Sie erste Hilfe leisten. Bei Bewusstlosigkeit mit Atmung bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage. Tritt ein Atemstillstand ein, folgen Sie dem Verfahren der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Zum Schluss sei nochmals auf die Wichtigkeit der Vorbereitung hingewiesen. Seien Sie sich bewusst, dass jederzeit ein Unfall passieren kann. Im besten Fall ist jemand in der Nähe, den Sie zur Hilfe rufen können. Haben Sie ein Handy bei sich, damit Sie sich auch Hilfe holen können, wenn niemand direkt verfügbar ist. Zu guter Letzt sollten Sie einen Verbandkasten in der Nähe Ihres Arbeitsplatzes bereithalten.

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