Wunden

Schürfwunden nach einem Sturz

Die richtige Behandlung von Schürfwunden nach einem Sturz.

Sportler oder Eltern mit kleinen Kindern kennen das – hin und wieder kommt es zum Sturz. Dies kann viele Ursachen haben. So ist das Laufen lernen für den Nachwuchs eine Herausforderung. Sportarten mit erhöhtem Sturzpotential sind beispielsweise Skifahren oder Radfahren. Jedoch kommt es auch im Alltag zu Stürzen durch glatten oder nassen Untergrund, auf Treppen oder Leitern.

Verläuft ein Hinfallen meist harmlos, kann es dennoch auch zu größeren Verletzungen kommen. Dabei spielen die Sturzhöhe, die Beschaffenheit der Sturzfläche aber auch die jeweilige Körperstruktur und das Alter eine wichtige Rolle. Besonders für ältere Menschen können Stürze gefährlich werden. In der Altersgruppe über 65 Jahre erleidet dabei jeder Zehnte Knochenbrüche.

Verletzungsarten bei Stürzen

Kommt es bei größeren Stürzen zu Prellungen, Verstauchungen oder Frakturen, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dieser kann das Ausmaß der Verletzung genau bestimmen und eine geeignete Behandlung in die Wege leiten. Vor allem bei Kopfverletzungen in Kombination mit Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit sollte im Rahmen der Ersthilfe ein Mediziner konsultiert werden.

Zumeist entstehen durch einen Sturz jedoch nur kleine Verletzungen wie Schürfwunden. Hier sind vor allem Knie, Ellbögen und Handflächen gefährdet, da versucht wird, den Sturz abzufedern. Schürfwunden entstehen durch Abschürfungen der oberen Hautschicht, Epidermis genannt. Dabei kann die Verletzung unterschiedlich tief sein und unregelmäßige Wundränder aufweisen. Untere Hautschichten bleiben jedoch meist unversehrt. Charakteristisch für diese Wundart ist Nässen, starke Schmerzen und Verschmutzungen der betroffenen Haustellen. Ebenso kann es zu einer punktförmigen Einblutung der Haut kommen.

In der Regel wird an der betroffenen Stelle Schorf gebildet und die Wunde heilt dann meist ohne Narbenbildung ab. Bei größeren, blutenden Schürfwunden muss die Wunde gereinigt und desinfiziert werden.

Behandlung von Schürfwunden

Vor allem wenn Kinder einen Sturz erleiden, reagieren Eltern häufig damit, auf die Wunde zu pusten, um den Schock und Schmerz zu lindern. Dies sollte bei offenen Wunden jedoch stets vermieden werden, da so Krankheitserreger in die Wunde gelangen könnten.

Innerhalb der Erstversorgung von Schürfwunden ist die Stillung der Blutung der erste Schritt. Decken Sie die Wunde mit einer sterilen Kompresse, die nicht mit der Wunde verklebt, ab und fixieren Sie diese unter sanftem Druck.

Wurde die Blutung gestoppt, müssen etwaige Fremdkörper aus der Wunde entfernt werden. Ebenso sollte die Wunde gut gespült bzw. gereinigt werden, um alle Verschmutzungen zu beseitigen. Diese stellen ansonsten nicht nur Infektionsherde dar, sondern verursachen unter Umständen sogenannte Schmutztätowierungen. Um alle Schmutzpartikel zu entfernen, sollte die Wunde mit einer Kochsalzlösung gespült werden. Ebenso ist in ärztlicher Behandlung unter Einsatz einer örtlichen Betäubung die Säuberung durch eine spezielle sterile Bürste möglich.

Damit es im Anschluss zu keiner Entzündung kommt, bewähren sich iodhaltige Präparate zur Desinfektion der betroffenen Hautstellen. Dafür eignet sich das Betadona® Wund-Gel, ein Antiseptikum mit Farbindikator. Es wirkt umfassend keimtötend und begünstigt eine rasche und problemlose Wundheilung. Ebenso ist der Betadona® Wund- Spray durch das einfache Auftragen auch bei der Behandlung von tieferen Schürfwunden praktisch.

Handelt es sich bei der Verletzung lediglich um eine kleine Schürfwunde, kann diese offen behandelt werden. Unter der bereits erwähnten Schorfbildung heilen diese gut von alleine ab.

Spezielle Nachsorge bei größeren Schürfwunden

Ist die Abschürfung der Haut schwerwiegender oder nässt diese stark, ist es wichtig, diese mit speziellen Auflagen zu bedecken. Damit wird eine bakterielle Besiedlung verhindert. Achten Sie jedoch auch hier darauf, dass diese nicht mit der Wunde verkleben.

Die Auflagen können aus der Wunde austretende Flüssigkeiten aufnehmen, was die Wundheilung begünstigt. Hier spielt jedoch auch die Auswahl des richtigen Auflage- bzw. Verbandsmaterials eine wichtige Rolle. Deshalb sollte die Versorgung fachgerecht von einem Arzt durchgeführt werden. Eine Behandlung durch medizinisches Fachpersonal ist ebenfalls bei nicht zu stoppender Blutung oder stark verunreinigten Wunden erforderlich.

Auch wenn Schürfwunden normalerweise gut verheilen, sollten Sie die Wunde und die umliegenden Regionen regelmäßig begutachten. Dadurch können eventuelle Entzündungen frühzeitig erkannt werden.

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