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Luft raus? Frischer Wind für Dein Sexleben!

Das Einzige, das in Deinem Bett noch knistert, ist die Chipstüte?

Was zwischen Dir und Deinem Schatz noch läuft ist ausschließlich Netflix? Keine Panik. Eine Sexflaute kommt in den besten Beziehungen vor. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Aber sicher ist: in längeren Beziehungen ist Sex kein Selbstzünder mehr, fürs Prickeln musst Du schon was tun. Was, das sagen wir Dir hier.

Ab ins Bett, Schatz!

Zu Beginn einer Beziehung rennt alles wie von selbst. Prickeln, Spannung, Lust auf Sex, Leidenschaft – für all das sorgt ein sensationeller Hormon-Cocktail. Frisch Verliebte produzieren eine Menge Dopamin, ein Hormon, das das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert und uns euphorisch stimmt.

Wir sehen den anderen durch die rosa Brille, schweben auf Wolken, im Bauch flattern die berühmten Schmetterlinge.

Die Tricks von Mutter Natur

Bei Frauen steigt außerdem die Konzentration des männlichen Geschlechtshormons Testosteron im Blut, und damit die sexuelle Lust. Gleichzeitig sinkt bei frisch verliebten Männern der Testosteronspiegel, die Geschlechter gleichen sich also einander an. Um an dieser Stelle gleich einmal nüchtern zu spoilern: „Sein“ Testosteronspiegel erreicht nach rund 3 Monaten wieder ein normales Niveau. Soll heißen: so sanft, aufmerksam und bindungswillig wie im ersten Verliebtheitsrausch bleibt der Herzensmann leider nicht.

Tschüss Geilheit, hallo Vertrauen!

Auch die erste Phase der Verliebtheit, in der die Lust aufeinander nur so sprudelt, hat ein Ablaufdatum. Eigentlich ein gutes Zeichen, denn das bedeutet auch, dass die Beziehung das nächste Level erreicht. Aus Verlangen und Begehren werden Vertrauen und Verlässlichkeit. Die Prioritäten verschieben sich, statt bei jeder Gelegenheit übereinander herzufallen ist es auch mal ganz schön, zu kuscheln, stundenlang zu quatschen oder dem Binge Watching zu frönen.

Lustlos? Keine Panik!

Nähe, in emotionaler und körperlicher Hinsicht, gewinnt einen höheren Stellenwert als der Drang, die Finger nicht vom anderen lassen zu können. Also: mal weniger, oder keine Lust aufeinander zu haben ist kein seltenes Phänomen, sondern gehört dazu. Problematisch wird es, wenn die Lust auf Sex nur noch ein seltenes Gastspiel in der Beziehung hat, oder sich scheinbar gar nicht mehr blicken lässt. Und, darauf kommt es an, wenn Dir Dein Libidoverlust zu schaffen macht!

Null Bock hat viele Gründe

Lustlosigkeit kann unterschiedliche Ursachen haben – körperliche (z. B. hormonelle), seelische, äußere Umstände. Gehst Du gerade durch eine schwierige Lebensphase, gibt es Themen, oder familiäre Probleme, die Deine ganze Aufmerksamkeit fordern, so dass für Sex keine Energie mehr übrigbleibt? Hast Du gerade eine Geburt hinter Dir? Fühlst Du Dich in Deinem Körper unwohl oder spürst Du, dass Du in Sachen Libido auf psychologisch bedingte Barrieren stößt? Dann nimm Dir Zeit, da genau hinzuspüren und Dir gegebenenfalls auch fachliche Hilfe zu suchen. Natürlich kann es auch an Unstimmigkeiten in der Partnerschaft liegen. Das gilt es herauszufinden. Wichtig: Sex ist keine Pflichtübung! Dich dazu zu zwingen, und Deine Lustlosigkeit zu ignorieren, wäre nun genau das falsche!

Häufig handelt es sich jedoch um eine vorübergehende Sexflaute, die auch wieder vorbeigeht. Der größte Lust-Killer nach der ersten Verliebtheit ist erwiesenermaßen der Alltag mit all seinen Herausforderungen. Routine und Stress werden größer, dafür geht die Libido flöten – höchste Zeit, das Sexleben wiederaufzufrischen.

1. Me-Time vor We-Time

Amouröses Prickeln gab es bei euch im Schlafzimmer schon länger nicht mehr, und alles, was Du im Bett willst ist eine weitere Folge von „House of Cards?“ Dann hol Deine Libido aus dem Dornröschenschlaf. Schritt 1, um sexuell in Stimmung zu kommen: sich selbst (wieder) als sexuelles Wesen wahrzunehmen. Fang bei Dir selbst an, und bei Deinem Körper. Behandle Deinen Körper wie Deine beste BFF und gib ihm, was er erträumt. Selbstliebe ist jetzt die Mission, und Body Positivity das Stichwort. Gönn Dir lange Schaumbäder, Peelings, eine Massage, den Friseurbesuch oder neue Wäsche. Entdecke Deinen Körper neu bei einer Sportart oder Entspannungstechnik, die Du schon lange machen wolltest. Alles, was das Körpergefühl pusht, und damit Sinnlichkeit und Selbstbewusstsein, ist jetzt Prio Nr. 1.

2. Finde „Deinen“ Sex

Wie beschrieben: in der Anfangsphase einer Beziehung ist Sex (meist) immer toll, denn wir sind ja sooo verliebt! Selbst, wenn man nicht ganz auf seine Kosten kommt – egal, das kommt schon noch. Nach der ersten Euphorie kann sich das allerdings schlagartig ändern. Vielleicht stellst Du fest, dass seine Rein-Raus-Routine doch etwas mehr Pepp nötig hätte, er beim Finden der Klitoris ein Navi bräuchte oder noch nie etwas vom G-Punkt gehört hat. Stell Dir darum die Frage, welche Art der Befriedigung Du wirklich brauchst. Selbstbefriedigung ist eine wunderbare Methode, das Gefühl für Deinen Körper, und Deine Lust, zurück zu erobern. Zusatz-Plus: wer sich diesen Extra-Genuss gönnt, tankt dabei Sinnlichkeit und Sexyness. Übrigens: auf der Website www.omgyes.com findest Du jede Menge Anregungen, um Masturbation noch lustvoller zu gestalten.

3. Kommt Zeit, kommst Du

Jetzt geht es darum, Sexualität wieder auf die gemeinsame Prioritätenliste ganz oben zu setzen. Das heißt auch, sich von der Illusion zu lösen, dass Lust aufeinander automatisch entsteht. Das, sorry, tut sie nur in der ersten Phase der Verliebtheit. Dann aber ist Sex ist eine aktive Entscheidungssache, das heißt, man sollte bereit sein, etwas dafür zu investieren. Zeit, Energie und Aufmerksamkeit. Auch wenn es unromantisch klingt, aber: Sexualität ergibt sich nicht einfach so, sie muss eingeplant werden. Gerade dann, wenn der Alltag turbulent ist. Also: Schafft Euch fixe Zeitinseln, in denen Ihr ungestört seid, und einander entspannt widmen könnt. Fragt euch, was euch in dem Moment guttun würde, redet miteinander, erzählt Euch Eure Bedürfnisse. Ein Austausch, der Nähe schafft – gerade für Frauen die Voraussetzung, sich fallen lassen zu können. Kein Bock auf wilden Sex? Macht nichts. Dann beginnt einmal mit kuscheln – und lasst euch überraschen, wohin das führt.

4. Mach Deinen Alltag „sexy“

Wie bitte? Die Kombi aus „Alltag“ und „Sex“ klingt in den meisten Ohren so sexy wie „Hornhautraspel“, denn zwischen Jobstress, Kinderchaos und Haushalt hat Erotik kaum Platz. Mehr Zärtlichkeiten im Alltag trägt aber Früchte – probiert es mal aus! Umarmungen, Bussis und Berührungen „einfach so“ schaffen das Gefühl von Verbundenheit und machen mehr Lust auf Sex. Auch Sexting kann einem eingeschlafenen Sexleben neuen Schwung verpassen. Schreib ihm oder ihr doch statt dem üblichen „Bitte Klopapier und Milch kaufen“ eine erotische (Sprach-)Nachricht per SMS oder WhatsApp. Fürs Kopfkino und um zu zeigen, dass Du Deinen Herzensmenschen immer noch zum Anbeißen findest. Auch wenn es sich anfangs seltsam anfühlen mag – wetten, die Lust aufs Wiedersehen steigert sich!

5. Setze neue Reize

Keine Sorge, das ist kein Hinweis zum Fremdgehen. Doch häufig schleicht sich in Langzeitbeziehungen ein Schlendrian ein, der uns auch in erotischer Hinsicht träge werden lässt. Sex besteht dann nur noch aus der ewig gleichen Routine. Wozu auch was Anderes probieren, schließlich weiß man, wie der/die Andere „funktioniert“ oder man selbst auf seine Kosten kommt. Unser Tipp: Geht auf Entdeckungsreise und wagt neue (S)Experimente. Stell Dir vor, Du hättest Deine/n Partner*in eben erst kennengelernt und würdest seinen/ihren Körper das erste Mal erkunden. Statt „1000x berührt“ heißt es dann, die unzähligen erogenen Zonen zu erforschen, und sich auch selbst überraschen zu lassen. Das bringt frischen Wind, neuen Gesprächsstoff und das erotische Miteinander wird wieder interessant und spannend. Denn eines ist sicher: Das Gehirn ist unser größtes Lustorgan.

6. Mach Dein eigenes Ding

Eine erotische Beziehung lebt von der Bindung zueinander – aber auch von der Distanz und dem Raum zwischen zwei Menschen, den man sich ab und zu gönnen sollte. So schön Nähe auch ist – ein Zuviel davon, über einen längeren Zeitraum, lässt das Feuer der Leidenschaft rasch verglimmen. Darum: unternimm immer wieder auch allein etwas, oder mit Deinen BFFs, und plane diese Solo-Time ganz bewusst für Dich ein. Belohnt wirst Du mit dem Gefühl des Sich-wieder-aufeinander-Freuens – und frisch erwachter Lust.

Quellen:

www.netdoktor.at/sex/sex/lustlosigkeit-5776
Buch: „Coming Soon“ von Dania Schiftan, Verlag Piper

 

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